Ländercheck:
Wo die Forschungslandschaft blüht
Der zweite Ländercheck beschäftigt sich mit der Frage, wie gut es
in den einzelnen Bundesländer um Forschung und Entwicklung (FuE)
bestellt ist.
Baden-Württemberg und Bayern sind die Sieger im
Vergleich der Bundesländer nach Forschungserfolg
und privaten wie öffentlichen Wissensinvestitionen.
Die Schlusslichter sind Brandenburg, Hamburg,
Rheinland-Pfalz und Sachsen-Anhalt.
Für den Vergleich der Bundesländer wurden 16 Indi-
katoren berücksichtigt, u.a. die öffentlichen und pri-
vaten Aufwendungen für Forschung und Entwicklung
in der Wirtschaft, an Hochschulen und außeruniver-
sitären Wissenschaftseinrichtungen, der Anteil des Forschungspersonals an
allen Erwerbstätigen, die Drittmittel je Wissenschaftler an Hochschulen und
die Patentanmeldungen je Einwohner.
Insgesamt präsentiert sich die deutsche Forschungslandschaft recht unein-
heitlich. Viele Bundesländer kombinieren Stärken auf einzelnen Gebieten mit
Schwächen auf anderen. So hat Forschung in Sachsen die höchste Haus-
haltspriorität. 5,9% der Nettoausgaben flossen 2007 aus dem Landeshaus-
halt in FuE. Thüringen, Bayern, Baden-Württemberg und Berlin folgen mit
Werten von 4% und mehr. Im Mittel wendeten die Bundesländer 3,3% ihrer
gesamten Nettoausgaben für FuE auf. Weniger Vorrang genoss die Forschung in den öffentlichen Haushalten von Hamburg, Hessen, Brandenburg und Bremen.
