Wissensbasierte Stadtentwicklung
16 Beispiele aus der Praxis
Der Begriff der Wissensgesellschaft ist in aller Munde. Was heißt es
aber für Städte, ihr Profil in einer Wissensgesellschaft zu schärfen?
Wie können Bildung und Wissenschaft am Standort für die regionale Entwicklung genutzt werden?
Welchen Beitrag können die Kommune, Hoch-
schulen und Forschungseinrichtungen, Unterneh-
men und Stiftungen, Vereine, Schulen und Kultur-
einrichtungen leisten, um die Stadt zu einem le-
bendigen und attraktiven Wissenschaftsstandort
zu machen?
Diesen Fragen geht die vorliegende Publikation nach
und erteilt 16 deutschen Städten das Wort. Sie skiz-
zieren, wie sie sich als Wissenschaftsstädte zu positionieren versuchen und welche Wege sie gehen, um Bildung und Wissenschaft in den Fokus ihrer Stadt und der Partner in Wirtschaft und Wissenschaft zu rücken. Auch Vertreter aus ansässigen Unternehmen und den Medien kommen zu Wort und beschreiben ihren Beitrag zu der Entwicklung.
Den Hintergrund für diese Praxisbeispiele bildet eine theoretische Einführung. In ihr werden die Grundlagen der Wissensökonomie und ihre Bedeutung für Städte beleuchtet, Ergebnisse einer empirischen Untersuchung des Wettbewerbs "Stadt der Wissenschaft" vorgestellt und auf der Grundlage der Praxisbeispiele aus den 16 Städten vier dominante Strategiemuster entwickelt. Zum Abschluss schauen wir über den Tellerrand und nehmen andere Städte in Europa in den Blick.
Die 16 Praxisbeispiele
- Aachen: Neuausrichtung des Stadtmarketings auf das Thema Wissenschaft und Aktionen in der Studierendenwerbung
- Braunschweig: Nutzung des Hauses der Wissenschaft als Eventplattform
- Bremen: Wissenschaftsorte prägen mit ikonografischer Architektur die Wahrnehmung als Wissenschaftsstadt
- Essen: Intensive Netzwerkarbeit mit Bezug auf die Universität Duisburg-Essen
- Hamm: Einbeziehung von Wirtschaft und Stadtgesellschaft münden in die Gründung einer neuen Hochschule
- Jena: Starke Verschmelzung der Themen Wissenschaft und Kultur mit interessanten Eventideen
- Karlsruhe: Masterplan Studentenstadt macht die Wissenschaft in der Öffentlichkeit erlebbar
- Kiel: "Sterne über Kiel" als Beispiel, wie sich nichtwissenschaftliche Veranstaltungen für Wissenschaftskommunikation nutzen lassen
- Konstanz: "Grenzenlose Wissenschaft" als Zusammenarbeit über Landesgrenzen hinweg mit dem Schweizer Kanton Thurgau
- Lübeck: Durch eine Kampagne und dazugehörige Netzwerkbildung gelang es 2010, die Schließung der Hochschule abzuwehren.
- Magdeburg: Der Strukturwandel wird zum Entwicklungstreiber.
- Mainz: Wissenschaftsallianz als Zusammenschluss von Wissenschaft, Wirtschaft und Stadt
- München: Studie zur Lebenssituation von Akademikern und Vernetzung auf der Ebene der Metropoloregion
- Münster: Weit fortgeschrittenerWissenschaftstransfer in die Wirtschaft und thematische Technologieparks
- Oldenburg: Das Jahr als "Stadt der Wissenschaft" speiste einen Markenbildungsprozess mit Inhalten und förderte kreative Beteiligungsprozesse.
- Rostock: Ausgefallene Projekte wie die "Wissensbojen", um Schwierigkeiten in der Wahrnehmung von Wissenschaft in der Bevölkerung zu überwinden
Die Bundesvereinigung City- und Stadtmarketing Deutschland e.V. (BSCD) zeigt
außerdem auf, welchen Beitrag Stadt- und Standortmarketing zur wissens-
basierten Stadtentwicklung leisten kann.
Bibliografische Angaben
Wissensbasierte Stadtentwicklung: 16 Beispiele aus der Praxis
Von Rainer Lisowski, Clas Meyer, Matthias Schmidt, Claus Spitzer-Ewersmann, Stefanie Wesselmann
Edition Stifterverband, Essen 2011
ISBN: 978-3-922275-43-5
150 Seiten
14,90 Euro
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