Engagementforschung als Gemeinschaftsaufgabe

Strategische Bedarfe, Agenda, Programmatik


15. März 2010

Wissenschaftszentrum Bonn, Ahrstr. 45, 53175 Bonn


Die Förderung des bürgerschaftlichen Engagements gewinnt immer mehr an politischer Bedeutung. Dies belegt nicht zuletzt der erklärte Wille der Bundesregierung, eine nationale Engagementstrategie zu entwickeln. Mit der zunehmenden Relevanz von Engagementpolitik wächst der Bedarf an wissenschaftlichen Erkenntnissen zu diesem Bereich. Engagementforschung ist in Deutschland jedoch wenig entwickelt, gering vernetzt und entbehrt einer soliden theoretischen Grundlegung.

Es bedarf also einer aktuellen Bestandsaufnahme der Engagementforschung, um Forschungslücken zu identifizieren, Vernetzungsmöglichkeiten zu erkunden und künftige Forschungsbedarfe herauszuarbeiten. Auf dieser Fachkonferenz sollten die hiermit verbundenen Aufgaben und Herausforderungen diskutiert und die nächsten Schritte verabredet werden.

Die Fachkonferenz stand in einem engen Zusammenhang mit der Arbeit des Nationalen Forums für Engagement und Partizipation, das die Bundesregierung bei der Entwicklung einer nationalen Engagementstrategie beraten soll. In diesem Zusammenhang ist die Einrichtung eines wissenschaftlichen Beirats für Engagementforschung und -berichterstattung geplant.


Programm


10.30 Uhr
Begrüßung
  • Prof. Dr. Andreas Schlüter
    Generalsekretär des Stifterverbandes für die Deutsche Wissenschaft, Essen


10.40 Uhr
Eine Agenda der Engagementforschung und -berichterstattung
  • Prof. Dr. Thomas Olk
    Professor im Arbeitsbereich Sozialpädagogik und Sozialpolitik der Universität Halle-Wittenberg und Vorsitzender des Sprecherrates des Bundesnetzwerks Bürgerschaftliches Engagement in Berlin


11.25 Uhr
Podiumsdiskussion:
Bedarfe und Agenda künftiger Engagementforschung
  • Dr. Volker Then
    Direktor des Centrums für soziale Investitionen und Innovationen in Heidelberg
  • Prof. Dr. Sebastian Braun
    Leiter des Forschungszentrums für bürgerschaftliches Engagement an der Humboldt Universität zu Berlin
  • Sabine Geiss
    TNS Infratest Sozialforschung, Projektleiterin Familie und Bürgergesellschaft
  • Moderation: Loring Sittler
    Leiter des Generali Zukunftsfonds in Köln
  • Schlusswort: Prof. Dr. Thomas Olk


12.40 Uhr
Mittagspause


13.40 Uhr
Bedarfe und Agenda künftiger Forschungen zu Partizipation
  • Prof. Dr. Helmut Klages
    Deutsche Hochschule für Verwaltungswissenschaften Speyer


14.10 Uhr
Podiumsdiskussion
  • Prof. Dr. Adalbert Evers
    Professor am Institut für Wirtschaftslehre des Haushalts und Verbrauchsforschung der Justus-Liebig-Universität Gießen
  • Rupert Graf Strachwitz
    Direktor des Maecenata Instituts für Philanthropie und Zivilgesellschaft in Berlin
  • Moderation: Dr. Jeanett Behringer
    Studienleiterin Ressort Gesellschaftsethik des Ev. Studienzentrums Boldern in Zürich


15.10 Uhr
Kaffeepause


15.40 Uhr
Podiumsdiskussion:
Bedarfe und Perspektiven der Engagementberichterstattung und ihrer institutionellen Begleitung
  • Dr. Eckhard Priller
    Projektleiter der Projektgruppe “Zivilengagement” am Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung
  • Dr. Serge Embacher
    Bundesnetzwerk bürgerschaftliches Engagement
  • Prof. Dr. Berit Sandberg
    Hochschule für Technik und Wirtschaft, Berlin
  • Christoph Linzbach
    Leiter der Unterabteilung 31 im Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (angefragt)
  • Moderation: Ulrike Sommer, MGFFI, Düsseldorf


16.30 Uhr
Schlusswort
  • Prof. Dr. Thomas Olk