Stiftung Preußische Seehandlung gratuliert Herta Müller zum Literaturnobelpreis
Die Nobelpreisträgerin kann sich damit in eine Vielzahl klangvoller Deutscher Schriftsteller einreihen, neben Günther Grass haben unter anderem auch Heinrich Böll und Thomas Mann schon diese höchste Auszeichnung empfangen.
Die 56-Jährige Berlinerin zeichne "mittels der Verdichtung der Poesie und Sachlichkeit der Prosa Landschaften der Heimatlosigkeit", sagt Akademiesekretär Englund bei der Bekanntgabe. Später nennt er sie im schwedischen Hörfunk noch eine "große Künstlerin der Worte": Sie benutze eine phantastische Sprache, die sie unverwechselbar mache. "Man muss nur eine halbe Seite lesen, um zu wissen, dass es Herta Müller ist." Sie habe durch ihr eigenes Schicksal eine wirkliche Geschichte zu erzählen - "und dabei geht es nicht nur um das tägliche Leben in einer Diktatur, sondern auch darum, wie es ist, ein Außenseiter zu sein".
Bereits 2005 wurde die gebürtige Deutsch-Rumänin von der Stiftung Preußische Seehandlung mit dem Berliner Literaturpreis ausgezeichnet. Der Preis wird jährlich mit der Berufung auf die Heiner-Müller-Gastprofessur für deutschsprachige Poetik an der Freien Universität Berlin verliehen.
Herta Müller war die erste Preisträgerin des Berliner Literaturpreises und im Sommersemester 2005 die erste Gastprofessorin.
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