Qigong Yangsheng
Die chinesische Tradition der Lebenspflege
Historische Dokumente - wissenschaftliche Information - Methoden - Anwendungsbereiche - Gedichte - Kalligraphien.
Ausstellung mit begleitenden Vorträgen.
Die Pflege des Lebens (yangsheng) findet sich in der chinesischen Kultur in zahlreichen Formen und Methoden - die Methoden des Qigong gehören dazu. Grundsätzlich liegt die Vorstellung einer notwendig ganzheitlichen Kultivierung zugrunde, in der Geistiges und Körperliches immer eingeschlossen sind, als komplementäre Aspekte des menschlichen Lebens. Besonders deutlich sind die Verbindungen zur chinesischen Philosophie, Medizin und zu den Künsten.
Qigong ist ein Sammelbegriff für vielfältige Übungsmethoden, die in China entwickelt wurden und sich in unterschiedlicher Weise mit der Lebenskraft beschäftigen. Die Tradition der Qigong-Übungen lässt sich bis vor unsere Zeitrechung zurückverfolgen. Im Rahmen der traditionellen chinesischen Heilkunde stellt Qigong deren aktiven Teil dar, den Weg des Übens, des eigenen Bemühens um Gesunderhaltung und Heilung. Qigong-Übungen umfassen Körperhaltungen und Bewegungen, Atemübungen und die geistigen Übungen der Konzentration und Imagination. Die Übungen dienen der Regulierung und Stärkung körperlicher Funktionen und ebenso der Kultivierung auf seelischer und geistiger Ebene.
Die Ausstellung zeigt Bilder und Texte aus der über 2000jährigen Entwicklung des Yangsheng und des Qigong, bis zur Einführung und Anwendung im Westen. Streiflichter durch die chinesische Philosophie vermitteln Gedanken und Ideen, die der chinesischen "Pflege des Lebens" zugrunde liegen.
Die Darstellung von Qigong-Methoden wie dem "Spiel der 5 Tiere" weist auf die Bedeutung der Naturnachahmung in Bewegungsübungen hin, auf die Verinnerlichung von Naturkräften durch Imagination, Dichtung und Kunstwerke.
Besonders deutlich kommen die Konzepte des Yangsheng in den Künsten Dichtung, Musik, Malerei, und Kalligraphie zum Tragen, deren Genuss und Ausübung als sehr bedeutend für die "Pflege des Lebens" angesehen werden. Ästhetische Kraft, philosophischer Gehalt und die Kraft von Symbolen gelten als "Heilmittel" und werden in Qigong-Übungen wirksam. Bedeutende Dichter und Kalligraphen kommen zu Wort, die die Tradition der "Pflege des Lebens" seit dem 10. Jh. v. Chr. bis in die Gegenwart inspiriert haben.
Veranstalter: Medizinische Gesellschaft für Qigong Yangsheng e.V. Bonn,
Eröffnung der Ausstellung, 8. Oktober, 18.00 Uhr
Begrüßung und Vortrag
"Lebenspflege in China - Traditionen und Anwendung im Westen"
- PD Dr. med. Gisela Hildenbrand
Rahmenprogramm
Mittwoch, 14. Oktober 2009, 16-17.30 Uhr und 18-19.30 Uhr
- PD Dr. med. Gisela Hildenbrand. Einführungskurse in die Praxis des Qigong Yangsheng
"Der Kranich breitet seine Flügel aus - der Tiger zeigt seine Kraft"
Dienstag, 20. Oktober 2009, 19.00 Uhr
- Vortrag von Dr. med. Ingrid Reuther
"Das Gute stützen - das Schlechte vertreiben. Qigong Yangsheng in Therapie und Prävention"
Mittwoch, 28. Oktober 2009, 19.00 Uhr
- Vortrag von Prof. Dr. Karl-Heinz Pohl
"Von Marco Polo bis heute - Europas Blick auf China"
Info
im Foyer des Wissenschaftszentrums
vom
9. Oktober 2009 bis
7. November 2009
Kontakt
Wissenschaftszentrum Bonn
Ahrstr. 45
53175 Bonn
Dorothea Lange
Tel.: (0228) 302 264
Fax: (0228) 302 270
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