Synagogen in Deutschland

Die Ausstellung wurde konzipiert von der Bet Tfila – Forschungsstelle für

jüdische Architektur in Europa, einer gemeinsamen Forschungseinrichtung

der Technischen Universität Braunschweig (TU) und des Centers for Jewish

Art an der Hebrew University in Jerusalem.


Modell der Synagoge in Plauen (zerstört 1938)Modell der Synagoge in Köln (Glockengasse, zerstört 1938)Eine Sammlung von Holzmodellen zerstörter Synagogen bildet den Kern der Ausstellung. Sie gingen aus Forschungsprojekten an der TU Braunschweig hervor, an denen bisher über 400 engagierte Studierende der Architektur beteiligt waren.

Synagogen gehörten zwischen dem 18. Jahrhundert und dem ersten Drittel des 20. Jahrhunderts mit über 3.000 Lehr- und Bethäusern zum deutschen Städtebild. Unter der nationalsozialistischen Diktatur wurden jedoch die meisten ihrer Funktion beraubt und vernichtet; manche verschwanden noch nach 1945 durch Abriss oder Umbau.

Die 18 Synagogen, die als detailreiche Holzmodelle nachgebaut wurden, sind typische Beispiele für die Entwicklung, von den Synagogen des Mittelalters über die in Hinterhöfen versteckten Bauwerke des Barock und die ersten im Städtebild sichtbaren, historistischen Bauten bis hin zu monumentalen Bauwerken der Moderne. Dabei werden auch Beispiele der vielen bescheidenen kleinstädtischen und ländlichen Synagogen vorgestellt.

Modell der Synagoge in Plauen (zerstört 1938)Der gleichbleibende Maßstab aller Modelle (1:50) macht es möglich, die Gebäude in ihrer unterschiedlichen Größe und Pracht zu vergleichen. Eine Video-Präsentation, Text- und Bildtafeln informieren über Geschichte und architekturhistorische Bedeutung der einzelnen Bauten.

In Bonn wird die Ausstellung um Hinweise auf die Synagogen der Stadt Bonn ergänzt. So ist die heutige, von Helmut Goldschmidt erbaute Synagoge in der Tempelstraße ein interessantes Beispiel der Nachkriegsmoderne.

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