Communicator-Preis

Der „Communicator-Preis - Wissenschaftspreis des Stifterverbandes“

gilt in Deutschland als die wichtigste Auszeichnung für die Vermittlung

von wissenschaftlichen Ergebnissen in die Öffentlichkeit.


Mit dem Preis zeichnen Stifterverband und Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) seit dem Jahr 2000 Wissenschaftler aus, die ihre Fachgebiete und Forschungsarbeiten einem breiten Publikum vielfältig, originell und kreativ nahebringen und sich darüber hinaus um den immer notwendigeren Dialog zwischen Wissenschaft und Öffentlichkeit verdient machen.

Eine Jury aus Wissenschaftsjournalisten, Kommunikations- und PR-Fachleuten
kürt die Preisträger. Die Auszeichnung ist mit 50.000 Euro dotiert.


Preisträger 2011

Gerd Gigerenzer
Max-Planck-Institut für Bildungsforschung
Harding Zentrum für Risikokompetenz, Berlin

Gerd Gigerenzer (Foto: MPI für Bildungsforschung)Dem 63-jährige Risikoforscher gelingt es laut
Einschätzung der Jury, hohe wissenschaftliche
Qualität mit wirkungsvoller öffentlicher Dar-
stellung zu verbinden.

Die Themen, mit denen sich Gerd Gigerenzer
befasst, sind von hoher gesellschaftlicher Be-
deutung. Durch den Einsatz unterschiedlicher
Formate wie Vorträge, Diskussionsrunden,
Artikel in Zeitungen und Zeitschriften sowie
Buchpublikationen erreicht der Communicator-
Preisträger alle relevanten Zielgruppen.

Seine mehrfach ausgezeichneten Sachbücher wie "Das Einmaleins der
Skepsis" und "Bauchentscheidungen: Die Intelligenz des Unbewussten"
wurden in 18 Sprachen übersetzt.

Die Jury hob besonders hervor, dass sich Gigerenzer nicht auf reine
Informationsvermittlung beschränke, sondern pro-aktiv auch Praktiker
wie Richter, Ärzte und Manager im In- und Ausland in Risikokommuni-
kation und Entscheidungsfindung trainiere.

Gerd Gigerenzer arbeitete nach Promotion und Habilitation in der Psycho-
logie an der Universität München, von 1984 bis 1990 als Professor für
Psychologie an der Universität Konstanz. Nach Jahren an den Universitäten
Salzburg und Chicago wechselte Gigerenzer 1995 als Direktor an das Max-
Planck-Institut für psychologische Forschung in München, bevor er 1997
Direktor am Max-Planck-Institut für Bildungsforschung in Berlin wurde.
2008 übernahm er zusätzlich die Leitung des neu gegründeten Harding-
Zentrums für Risikokompetenz in Berlin.

Foto: Dietmar Gust


Gerd GigerenzerStifterverband-webTV:
Gerd Gigerenzer im Video-Inter-
view. Ein Gespräch über die Angst
vor der eigenen Intuition, Panik
statt Aufklärung und mündige
Bürger durch Risikokompetenz.

Zum Video



Links & Downloads:



Ausschreibung Communicator-Preis 2012

Der Preis kann sowohl an einzelne Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler als auch an eine Gruppe von Forschern verliehen werden, die in einem der Zielsetzung entsprechenden Projekt zusammengearbeitet haben. Größere Einheiten, wie Fakultäten oder ganze Universitäten mit ihren Kommunika-
tionsstrategien, können nicht berücksichtigt werden. Die Preisträger müssen
im deutschen Sprachraum tätig sein.

Selbstbewerbungen und Vorschläge sind möglich. Den Bewerbungen müssen aussagefähige Unterlagen für die Vermittlungsleistung beigefügt sein (maxi-
mal 50 Seiten als repräsentativer Querschnitt der Gesamtarbeit, die der
Jury ein Urteil ermöglichen). Bei Selbstbewerbungen ist die schriftliche Ein-
schätzung eines zweiten Wissenschaftlers erforderlich. Von jedem Bewerber wird darüber hinaus ein Lebenslauf benötigt.

Wissenschaftliche Arbeiten und Vermittlungsaktivitäten müssen klar getrennt sein. Bewerbungen auf der Grundlage nur eines Projekts sind nicht möglich. Wir bitten nach Möglichkeit um Zusendung der Unterlagen in digitaler Form. Bei der Zusendung von Audio- oder Videokassetten soll nur eine Kassette eingereicht werden und nur dann, wenn der Vorgeschlagene selbst Autor ist.

Über die Vergabe entscheidet eine Jury aus Kommunikationswissenschaftlern, Journalisten, PR-Fachleuten sowie ausgewählten Wissenschaftlern. Als Maß-
stab gelten die bisherigen Preisträgerinnen und Preisträger, die sich durch die Breite und Nachhaltigkeit ihrer Vermittlungsarbeit auszeichnen.

Die Vorschläge sind bis zum 31. Dezember 2011 einzureichen bei:

Deutsche Forschungsgemeinschaft
Bereich Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Kennedyallee 40
53175 Bonn


Wissenschaftsdialog

Bisherige Preisträger