Deutscher Zukunftspreis
Preis des Bundespräsidenten
für Technik und Innovation
Mit dem Deutschen Zukunftspreis zeichnet der Bundespräsident jedes Jahr
Einzelpersonen oder Gruppen für eine hervorragende technische, ingenieur-
oder naturwissenschaftliche Innovation aus.
Gewinner des Deutschen Zukunftspreises 2011

Organische Elektronik
Viele Zukunftstechnologien basieren auf kristallinen Halbleitern: Materialien wie
Silizium sind aber aufwendig und teuer in der Verarbeitung. Doch nun gibt es
eine Alternative – Werkstoffe für eine neue Art von Elektronik, die leicht, unzer-
brechlich und umweltschonend ist. Karl Leo (TU Dresden, IPMS), Jan Blochwitz-
Nimoth (Novaled AG) und Martin Pfeiffer (Heliatek GmbH) haben sie entwickelt.
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Die beiden weiteren Finalisten 2011

6D-Vision
Wie lässt sich das Autofahren künftig noch sicherer machen? Eine Antwort lie-
fert die 6D-Vision-Technologie, die in intelligenten Fahrerassistenzsystemen zum
Einsatz kommen wird. Uwe Franke, Stefan Gehrig und Clemens Rabe von der
Daimler AG gelang es, die technische Gefahrenerkennung enorm zu verbessern.
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Geballtes Sonnenlicht
Bisher ist Sonnenstrom noch relativ teuer. Ein neues Verfahren erhöht die
Energieausbeute bei der Photovoltaik und macht sie damit effizienter. Hans-
jörg Lerchenmüller (Soitec Solar GmbH), Andreas W. Bett (ISE) und Dr. Klaus-
Dieter Rasch (Azur Space Solar Power) haben dafür drei winzige Solarzellen
aus unterschiedlichen Materialien übereinander gestapelt.
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Der Stifterverband kümmert sich um die Einwerbung des Preisgeldes in Höhe
von 250.000 Euro und führt die Geschäftsstelle, die die Jury sowie das Kurato-
rium betreut und das Auswahlverfahren organisiert.
Der Deutsche Zukunftspreis - Preis des Bundespräsidenten für Technik und Inno-
vation - unterscheidet sich von anderen Wissenschaftspreisen, indem er neben
der wissenschaftlichen Leistung die Marktfähigkeit von Innovationen und die da-
mit verbundene Schaffung von Arbeitsplätzen bewertet. Er bringt der Öffentlich-
keit in besonderer Weise die in Deutschland vorhandenen wissenschaftlichen
und technischen Innovationspotenziale als Bedingung für wirtschaftliches Han-
deln ins Bewusstsein.
Die enge Verknüpfung von Wissenschaft und Wirtschaft ist nicht nur konzeptio-
neller Bestandteil des Preises, sie schlägt sich auch in den organisatorischen
Gegebenheiten nieder. In den für den Preis zuständigen Organen und Gremien
ist die Wirtschaft gleichermaßen wie die Wissenschaft vertreten. Dazu gehören
das Kuratorium, das vom Bundespräsidenten berufen und die Jury, die auf
Vorschlag des Kuratoriums gebildet wird.
Der Deutsche Zukunftspreis ist kein Bewerbungspreis. Die Projekte werden von
den nach Statut berechtigten Organisationen vorgeschlagen; hierzu zählen auch
wesentliche Organisationen der Wirtschaft.
Fotos: Ansgar Pudenz/DZP