Wissenschaftspreis:
Carl-Friedrich-von-Weizsäcker-Preis
Mit der Auszeichnung ehren Stifterverband und Leopoldina Wissenschaftler
oder Forscherteams, die einen Beitrag zur wissenschaftlichen Bearbeitung
gesellschaftlich wichtiger Problembereiche geleistet haben.
Der Stifterverband und die Deutsche Akademie der Naturforscher Leopoldina –
Nationale Akademie der Wissenschaften – haben jetzt erneut den Carl-Friedrich-
von-Weizsäcker-Preis ausgeschrieben. Er ist mit 50.000 Euro dotiert und wird im
Frühjahr 2012 offiziell übergeben.
Vorschlagsberechtigt für den Carl-Friedrich-von-Weizsäcker-Preis sind
- die Präsidien aller Mitgliedseinrichtungen der Allianz der deutschen Wissenschaftsorganisationen:
Alexander von Humboldt-Stiftung
Deutsche Akademie der Naturforscher Leopoldina
Deutscher Akademischer Austauschdienst
Deutsche Forschungsgemeinschaft
Fraunhofer Gesellschaft
Helmholtz-Gemeinschaft
Hochschulrektorenkonferenz
Max-Planck-Gesellschaft
Wissenschaftsgemeinschaft Gottfried Wilhelm Leibniz
Wissenschaftsrat - die Deutsche Akademie der Technikwissenschaften acatech
- die acht in der Akademienunion zusammengeschlossenen Länderakademien
- alle Mitglieder und Senatoren der Leopoldina
Eine Kommission unter der Leitung eines Leopoldina-Präsidiumsmitglieds trifft eine Vorauswahl und unterbreitet Präsidium und Senat namentliche Vorschläge mit Begründung für den Preis. Das Votum der Senatoren erfolgt schriftlich. Der Kandidat mit den meisten Stimmen erhält den Preis. Bei Stimmengleichheit entscheidet das Präsidium.
Preisträger 2009:
Prof. Dr. Jens Reich, Max-Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin,
Berlin-Buch
Der Molekularbiologe und DDR-Bürgerrechtler
Jens Reich, der wissenschaftliche Exzellenz mit
politischem und persönlichem Mut verbunden hat.
Reich hat sich kritisch mit der Genom- und
Stammzellforschung auseinandergesetzt und sich
immer wieder zu politischen Themen geäußert.
"Jens Reich hat sich mit der Molekularbiologie
und der Bioinformatik ein für einen Mediziner
ungewöhnliches wissenschaftliches Arbeitsgebiet
gewählt, auf dem er mit großer mathematisch-
naturwissenschaftliche Kompetenz Bedeutendes
geleistet hat", so Leopoldina-Präsident Volker
ter Meulen. "Es gehörte in der DDR nicht nur politischer Durchblick sondern
auch persönlicher Mut dazu, wenn man sich der Dissidentenbewegung an-
schloss", hebt der Präsident des Stifterverbandes Dr. Arend Oetker hervor.
"Jens Reich war wesentlicher Teil der ostdeutschen Revolution."
Nominierungsaufruf
Friedrich-von-Weizsäcker-Preis
müssen bis zum 1. September
2011 in der Geschäftsstelle der
Leopoldina eingehen.
Ansprechpartner für Rückfragen
ist Dr. Jörg Beineke in der Ge-
schäftsstelle der Deutschen Akade-
mie der Naturforscher Leopoldina.
Tel.: (0345) 472 39-54
E-Mail senden