Wissenschaft im Dialog
Im Mai 1999 haben die führenden Wissenschaftsorganisationen auf
Initiative des Stifterverbandes für die Deutsche Wissenschaft beschlossen,
gemeinschaftlich den Dialog mit allen Gruppen der Gesellschaft zu ver-
stärken. Ende 2009 wurde das Bekenntnis erneuert.
Ergebnis des damaligen PUSH-Symposiums war die Unterzeichnung eines
Memorandums, das schließlich zur Gründung der Initiative "Wissenschaft
im Dialog" (WiD) im Jahr 1999 führte. Seither unterstützt WiD in Deutschland
den Prozess eines Public Understanding of Sciences and Humanities (PUSH),
den es in anderen Ländern ebenfalls gibt.
Im Vordergrund steht in diesem Prozess, dass Gesellschaft und Wissenschaft
ein gemeinsames Verständnis für ihre Belange und Interessen entwickeln.
WiD informiert in seinen Veranstaltungen deshalb über Methoden und Prozesse
wissenschaftlicher Forschung und versucht, die Wechselwirkungen zwischen
Wissenschaft, Wirtschaft und Gesellschaft zu verdeutlichen. Dazu gehört:
Auch kontrovers diskutierte Themen müssen aufgegriffen werden, um dem
Einzelnen eine Meinungsbildung in komplexen gesellschaftsrelevanten Fragen
zu ermöglichen.
Die großen Wissenschaftsorganisationen wollen den gesellschaftlichen Dialog
nun weiter ausbauen. So steht es in einem neuen Positionspapier, das der
Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft und die Initiative Wissenschaft
im Dialog vorgelegt haben und dem im Spätherbst 2009 die Allianz der
Wissenschaftsorganisationen zugestimmt hat.
Bildungsbenachteiligte Schichten sollen demnach stärker an eine akademische
Bildung herangeführt werden. Ziel müsse es sein, alle Menschen an Wissen-
schaft und Forschung zu beteiligen und Kindern und Jugendlichen berufliche
Chancen durch eine wissenschaftliche oder technische Ausbildung aufzuzeigen.
Zu diesem Zweck will Wissenschaft im Dialog verstärkt mit Schulen und ande-
ren Bildungseinrichtungen zusammenarbeiten. Zudem soll der Dialog zwischen
Wissenschaft und Gesellschaft insgesamt verstärkt werden. Die Erklärung:
Wissenschaft im öffentlichen Raum
Zwischenbilanz und Perspektiven für das
nächste Jahrzehnt
November 2009
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