Wissenschaft interaktiv

Der Publikumspreis „Wissenschaft interaktiv“ von Wissenschaft im Dialog und Stifterverband geht 2012 in die fünfte Runde. Diesmal geht es um das Thema "Zukunftsprojekt Erde".


Teams aus PR-Experten und Wissenschaftlern aller Disziplinen sind aufgerufen, Ideen für ein interaktives Exponat einzureichen, das der Öffentlichkeit anschaulich wissenschaftliche Zusammenhänge erklärt. Die Bewerber können technologische, gesellschaftliche, soziale oder auch ethische Fragestellungen zum Thema "Zukunftsprojekt Erde/Nachhaltigkeit" aufgreifen.

Aus allen Projektskizzen wählt eine Jury die drei interessantesten Vorschläge aus. Für deren Umsetzung erhalten die Teams jeweils 8.000 Euro. Im Rahmen des Wissenschaftssommers in Lübeck vom 2. bis 6. Juni 2012 werden sich die ausgewählten Teams dem Publikum präsentieren. Hier entscheiden die Lübecker per Abstimmung, welches Projekt gewinnt und das Preisgeld von 10.000 Euro für die Umsetzung neuer Kommunikationsprojekte mit nach Hause nehmen kann.

Der Preis soll die Zusammenarbeit zwischen Wissenschaftlern und der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit ihrer Institution fördern, um neue Formen der Kommunikation anzuregen. Insbesondere jungen Wissenschaftlern soll der Wettbewerb ermöglichen, ihre Forschung und deren Ergebnisse der Öffentlichkeit zu vermitteln. Er wird von der Initiative "Wissenschaft im Dialog" und dem Stifterverband ausgeschrieben und durch die Schering Stiftung gefördert.


Preisträger 2011: Die Haut – mein heiliges Häuschen


Die Haut - mein Häuschen (Foto: David Ausserhofer/WiD)Das Team des Universitätsklinikums
Schleswig-Holstein, Campus Kiel,

ermöglicht einen Einblick in Funktions-
weise und Aufbau der Haut. In acht
begehbaren Modellen erläutert es
neben den Grundfunktionen auch Er-
krankungen wie Neurodermitis oder
Verletzungen der Haut, beispielsweise
durch Tattoos oder Piercings.

In der interaktiven Wanderausstellung mit dem Motto "Werde zum Baumeister
Deiner Hautschicht!" lernen Kinder spielerisch die Haut und ihre häufigsten
Störungen kennen. Komplexes Wissen wird verständlich erklärt und weiter-
führende Schautafeln zeigen den neuesten Stand der Forschung. Besucher
erhalten zudem Pflegehinweise und können die "Baumeister-Tipps" am eige-
nen Körper erfahren.

Die ersten Stationen führen in die Eigenschaften der Haut ein. Sie erklären
anschaulich die verschiedenen Schichten der Haut, die die Gefäße und Nerven
sowie Hautanhangsgebilde wie Haare und Schweißdrüsen führen.

Im zweiten Teil der Ausstellung erfahren die Besucher, was passieren kann,
wenn das Organ Löcher aufweist oder Hautschichten zerstört werden. Als
Beispiele dienen Mückenstiche, Piercings und Tattoos. Ein weiteres Thema
sind Hautprobleme aller Altersklassen, insbesondere Neurodermitis, eine der
häufigsten, nicht-infektiösen Kinderkrankheiten, ihre Ursachen und der Umgang
mit der Erkrankung.


Die beiden weiteren Finalisten 2011:

  • Das DFG-Forschungszentrum Matheon und das Zuse-Institut Berlin
    zeigen gemeinsam, welche Rolle die Mathematik bei der Entwicklung neuer
    Medikamente spielt. In einem begehbaren Proteinmodell können Besucher
    selbst nachvollziehen, welche Schritte notwendig sind, um passgenaue und
    wirkungsvolle Medikamente zu entwickeln.

  • Die Berlin School of Mind and Brain der Humboldt-Universität
    lässt Besucher selbst an einem Experiment teilnehmen und erfahren, warum
    sich ihr Gehirn für Schokoladenkuchen und nicht für den viel gesünderen
    Apfel entscheidet. An einem Gehirnmodell wird der neurowissenschaftliche
    Hintergrund erläutert.


Die drei Finalisten erhielten zunächst 8.000 Euro zur Umsetzung der Projektidee.
Auf dem Wissenschaftssommer 2011, dem großen Wissenschaftsfestival in Mainz,
haben sie sich dem Publikum gestellt: Die Besucher entschieden per Wahl, wel-
ches der drei Teams die eigene Forschung am anschaulichsten präsentiert hat
und die Siegprämie von 10.000 Euro erhält.

Foto: David Ausserhofer/Wissenschaft im Dialog



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Preisträger 2010


In der Wetbewerbsrunde des Vorjahres ging es um das Thema "Energie".

Erlebnis Brennstoffzelle
Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg

Brennstoffzellen-ExponatDie Erklärstation machte die elektro-
chemischen Abläufe in einer Brennstoff-
zelle sichtbar. Begleitet wird das Projekt
von kurzen Workshops, in denen Schüler
aus einfachen Bauteilen selbst eine
Brennstoffzelle zusammenbauen können.

Foto: Ilja Hendel/Wissenschaft im Dialog

Ansprechpartnerin

Andrea Frank

Andrea Frank

Programmleiterin
T: (030) 322 982-502
F: (030) 322 982-515

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