Die Forschungsfragen des Stifterverbandes

Forschung fängt mit Fragen an. Im Wissenschaftsjahr 2009 suchten Bundesforschungsministerium,

Stifterverband und viele weitere Partner nach Antworten auf Deutschlands beste Forschungsfragen.


Das Jahr über wehten diese und viele andere Fragen auf Fahnen in ganz Deutschland. Die Forschungsfahnen
waren ein zentrales Element der Kampagne im Wissenschaftsjahr 2009. Der Stifterverband hatte seine
Flaggen vor dem Wissenschaftszentrum Bonn aufgezogen.


Forschungsfahne: Was ist Bildung wert?Was ist Bildung wert?


Bildung wird immer wertvoller. Sie ist das Fundament, auf dem jeder Mensch seine individuelle
Zukunft aufbaut, Basis der Demokratie und die Grundlage gesellschaftlicher Entwicklung. Bildung ist
in einer globalisierten Welt zudem ein zentraler wirtschaftlicher Standortfaktor. Die Industrieländer
sind deshalb auf dem Weg zu Wissensgesellschaften.

Der wachsende Wert des Wissens spiegelt sich auch in den staatlichen Förderungen wider: Beim Bildungsgipfel in Dresden haben Bund und Länder beschlossen, die Ausgaben für Bildung und
Forschung bis 2015 gesamtstaatlich auf 10 Prozent des Bruttoinlandsprodukts zu steigern. Außerdem
setzt Deutschland in der Krise verstärkt auf Bildung: Mit dem zweiten Konjunkturprogramm stellt die
Bundesregierung 6,5 Milliarden Euro für Investitionen in die Bildungsinfrastruktur bereit – das ist das
größte Bildungsinvestitionsprogramm seit Bestehen der Bundesrepublik. Die Wirtschaft tut das ihre.
Die Mitgliedsunternehmen des Stifterverbandes haben zu Beginn des Jahres 2009 bekräftigt, in der Unterstützung von Bildung und Forschung nicht nachzulassen. Gemeinsam mit der Bundesregierung, Stiftungen und Verbänden setzt sich der Stifterverband für weitere Investitionen in Bildung ein.

LinkBerliner Appell des Stifterverbandes




Forschungsfahne vor dem Wissenschaftszentrum BonnWas verdient ein Forscher?


Forscher haben vor allem zweierlei verdient: Freiräume und Anerkennung. Denn die halbe Million
Männer und Frauen, die in Deutschland forschen, arbeiten tatkräftig an der Zukunft des Landes.
In Hochschulen, in Forschungsabteilungen von Unternehmen und staatlichen Instituten tüfteln sie
an Technologien von morgen und garantieren der Wirtschaft einen Vorsprung im weltweiten
Wettbewerb um die besten Ideen. Dazu benötigen die Forscher Freiräume, in denen sie ihr
Talent voll entfalten können.

Der Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft hilft ihnen dabei: Mit seinen Stiftungsprofessuren
schafft er attraktive Arbeitsplätze für kluge Köpfe. Gemeinsam mit der Bundesregierung, den großen
Wissenschaftsorganisationen, Unternehmen will der Stifterverband bei Kindern und Jugendlichen das
Interesse an Wissenschaft wecken. Und damit der Nachwuchs später an der Hochschule gut betreut
und optimal gefördert wird, macht sich der Verband für mehr Anerkennung stark.

LinkStiftungsprofessuren
LinkWissenschaft interaktiv
LinkMehr Ehre für die Lehre



Forschungsfahne: Wer übernimmt Verantwortung?Wer übernimmt Verantwortung?


Jeder Mensch übernimmt Verantwortung. Aber auch Unternehmen. Der bekannte Philosoph Hans Jonas vertritt 1979 in seinem Buch "Das Prinzip Verantwortung" die These, dass das technische Zeitalter eine neue Ethik brauche. Es komme darauf an, Verantwortung nicht nur gegenüber dem Nächsten zu übernehmen, sondern auch gegenüber vergangenen wie zukünftigen Generationen und gegenüber fremden und entfernten Kulturen. "Fernstenliebe" nennt er das.

Bereits im Jahr 1920 entwickelte die deutsche Wirtschaft ein in Jonas' Sinn sehr weitreichendes
Verantwortungsgefühl. Führende Unternehmen schlossen sich zum Stifterverband für die Deutsche
Wissenschaft mit dem Ziel zusammen, die Wissenschaft zu unterstützen. Seitdem steht der Verband
für die gesellschaftliche Verantwortung der Wirtschaft, was bedeutet: sich geschäftlich stets fair
zu verhalten und sich sozial zu engagieren. Dem Engagement liegt die Einsicht zugrunde, dass unternehmerischer Erfolg auch auf einem gut funktionierenden Bildungs- und Wissenschaftssystem beruht.

LinkWarum wir Mitglied im Stifterverband sind



LinkAlle 120 Fragen und Antworten an die Forschung auf der Website zum Wissenschaftsjahr 2009