Enorme Potenziale für Innovationen

Stifterverbandspräsident Arend Oetker zur Frage, welche Rolle

Bildung und Forschung in 60 Jahren Bundesrepublik spielen:


"Wissenschaft und Forschung haben uns zu dem gemacht, was wir heute sind: zur Nummer drei unter den führenden Industrie- und Technologienationen nach den USA und Japan. Zu einem sehr wohlhabenden Land, dessen Produkte weltweit begehrt sind und für dessen gesellschaftliche Errungenschaften wir von vielen beneidet werden.

Das Wissenschaftsjahr 2009 erinnert uns alle – Bevölkerung, Unternehmer und Manager, Politiker und Forscher – daran, worauf dieser Wohlstand beruht. Nämlich auf den immer wieder erneuerten Anstrengungen jeder Generation, ihre Vorgänger an Tatkraft, Ideen, Erfindungen zu übertreffen.

Deshalb sind 60 Jahre Bundesrepublik auch kein Grund, sich auf den Lorbeeren auszuruhen und selbstzufrieden zurückzublicken. Das Wissenschaftsjahr 2009 hat, so wie ich es verstehe, auch gar nicht den Sinn einer Rückschau. Die Forschungsexpedition Deutschland wird vielmehr gerade dann ein Erfolg, wenn sie breite Kreise der Bevölkerung ermuntert, optimistisch in die Zukunft zu blicken.

Dazu gibt es trotz der aktuellen Wirtschaftskrise auch durchaus Anlass.

Letzten Donnerstag haben sich führende Mitgliedsunternehmen des Stifterverbandes zu ihrer Verantwortung für ein leistungsfähiges Bildungs- und Wissenschaftssystem in Deutschland bekannt und angekündigt, ihr Engagement für Wissenschaft und Bildung in Deutschland 2009 unvermindert fortzuführen.

Diese Unternehmen wissen, dass Sie trotz aller Konjunkturschwankungen verlässliche Partner von Hochschulen und Forschungsinstituten sein müssen.

Denn gerade in längerfristigen Partnerschaften zwischen Unternehmen und Hochschulen liegen enorme Potenziale für Innovationen. Deshalb ist der Spitzencluster-Wettbewerb des Bundesforschungsministeriums so wichtig, dessen zweite Runde vor wenigen Tagen startete. Er bringt Wirtschaft und Wissenschaft einer Region zusammen, schafft kritische Masse und stärkt Deutschlands Innovationsfähigkeit mit wirklich substanziellen Summen (200 Mio. Euro pro Cluster für fünf Jahre).

Was diese Cluster an tollen Innovationen ausbrüten, werden die Teilnehmer der Forschungsexpedition Deutschland 2009 noch nicht entdecken können. Zu kommenden Wissenschaftsjahren aber werden die Cluster ganz sicher ihren Beitrag leisten. Da bin ich mir sicher."