Learning from Partners
In einer Online-Umfrage haben Partner des Stifterverbandes anonym ihr Feedback und ihre Einschätzung des Verhältnisses abgegeben und die Partnerschaft in ihren vielen Facetten bewertet.
Das wissenschaftliche Forschungsprojekt "Learning from Partners" hatte zum Ziel, ein aussagekräftiges und systematisiertes Feedback der Partner zu ihrer Zufriedenheit mit dem Stifterverband zu erhalten. Die Ergebnisse der Umfrage sollen zudem Aufschluss über die internen Arbeitsprozesse sowie die Ausrichtung der Förderstrategien geben. Als Vergleich wurden zeitgleich die Partner von Fritz Thyssen Stiftung, Robert Bosch Stiftung, Stiftung Mercator und Volkswagen- Stiftung befragt.
Der Stifterverband hat sich einer offenen Evaluation durch seine Partner gestellt und ist bestrebt, die aus den erzielten Ergebnissen abgeleiteten Erkenntnisse und Einsichten zu einer Optimierung seiner Organisationsprozesse und -strukturen zu nutzen.
Als Partner wurden im Projektkontext diejenigen Personen und Einheiten verstanden, die in den Jahren 2010/2011 Empfänger von finanziellen Förderungen des Stifterverbandes waren, mit denen Kooperationen in Form vertraglicher Rechtsbeziehungen bestanden oder die im selben Zeitraum einen Antrag auf Förderung gestellt hatten, der jedoch abgelehnt wurde.
Infografiken: Ausgewählte Ergebnisse der BefragungEin Klick auf ein Vorschaubild führt zu einer größeren Darstellung
Zufriedenheit der Partner
In überdurchschnittlichem Maße lässt sich eine große Zufriedenheit der Partner des Stifterverbandes in Kontakt und Umgang mit der Organisation konstatieren: 96,6% der Partner bewerten die Partnerschaft mit sehr gut bzw. gut. Im Kontakt zur Ansprechperson innerhalb des Stifterverbandes äußern sich 70% der Partner sehr zufrieden, weitere 21,6% sind zufrieden. Zudem gelingt es dem Stifterverband, auch unter den abgelehnten Antragstellern einen meist positiven Eindruck zu hinterlassen: Trotz eines negativen Bescheides zeigen sich überdurchschnittlich viele Partner mit dem Kontakt in der Phase der Antragstellung sehr zufrieden bzw. zufrieden.
Bewertung der administrativen Prozesse
Die formalen Anforderungen an einen Antrag sowie die Formulierungen der Ausschreibungen werden jeweils von über 84% der Partner als klar und eindeutig bewertet; diese Ergebnisse deuten auf eine stabile Organisationsstruktur in Hinblick auf die Darstellung der Fördermöglichkeiten hin. Der organisatorische Aufwand während der Förderphase wird von über 84% mit sehr gut und gut und somit als angemessen bewertet. Auch in Hinblick auf die Informationspolitik stechen die Ergebnisse aus dem Durchschnitt des Gesamtsamples positiv hervor: Die Partner des Stifterverbandes zeigen sich in Hinblick auf die organisationsintern ablaufenden Prozesse sowie zum Verlauf des Begutachtungsprozesses gut informiert, nur 22,7% gaben an, nicht über den Verlauf des Begutachtungsprozesses informiert gewesen zu sein.
Beiträge zum Capacity Building
Eine Förderung durch den Stifterverband bringt zahlreiche positive Effekte für die Partner mit sich: Die Organisation dient 91,7% der Partner als Plattform, die einen weiteren Austausch mit interessanten Partnern ermöglicht (66,7%). Die Zusammenarbeit mit dem Stifterverband eröffnet den Partnern überdurchschnittlich häufig einen Zugang zur Presse (41,7%) und trägt zur Verbesserung der Sichtbarkeit des Projektes (71,7%) bei. 68,3% der Partner geben an, ihre Organisation habe von der Partnerschaft profitiert, bei weiteren 66,7% hat sich ihre Reputation verbessert. Die konzeptionelle und sowohl themenanwaltschaftliche als auch wissenschaftsfördernd orientierte Arbeitsweise des Stifterverbandes findet sich in diesen Ergebnissen eindrucksvoll bestätigt. Unter den themenanwaltschaftlich arbeitenden Stiftungen stellen diese Ergebnisse Bestmarken dar.
Wahrnehmung des Stifterverbandes durch die Partner und in der breiteren Öffentlichkeit
Der Stifterverband verfügt als im Sektor bekannte Förderorganisation über ein hohes Renommee (87,6% der Befragten stimmten diesem Kriterium zu) und wird als strategisch arbeitende Einrichtung wahrgenommen (74,8%). Bei der Wahl der Organisation als Förderpartner sind für die Befragten insbesondere die thematische Nähe (93,8%) sowie die Passgenauigkeit der Förderprogramme (93,8%) ausschlaggebend. Eine Förderung durch den Stifterverband wird von 87,6% der Partner als Qualitätsausweis bewertet. In der Transparenz der Entscheidungsprozesse schneidet die Organisation vergleichend betrachtet überdurchschnittlich gut ab, 69,9% bewerten die Transparenz mit sehr gut oder gut.
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Der Gesamtreport mit den Ergebnissen aller sechs Förder- organisationen wurde in einem separaten Band publiziert.
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