Fachhochschule Dortmund:
Hochschule vor Ort

Kurzbeschreibung des im Wettbewerb „Mehr als Forschung

und Lehre!“ prämierten Konzepts


Die Fachhochschule Dortmund widmet sich in ihrem Projekt dem Dortmunder
Problemstadtteil Nordstadt.

Unter dem Stichwort "Studium International" wollen studentische Mitarbeiter,
die selbst ausländische Wurzeln haben, in kleinen Projekten das Interesse der
Jugendlichen an Technik, Kreativität und Wirtschaft wecken und somit Anknüp-
fungspunkte für ein mögliches FH-Studium schaffen.

Darüber hinaus setzt sich die Fachhochschule Dortmund für eine Verbesserung
der Lebensverhältnisse, für mehr soziale Integration und eine lebendige Nach-
barschaft in der Nordstadt ein. Die Studierenden können leerstehende Räume
als Atelier oder Ausstellungsräume nutzen und damit das kreative Potenzial
des Stadtteils stärken.

Die Nordstadt als traditionelles Arbeiterviertel ist vom Rückzug der Montan-
industrie und der Deindustrialisierung in Dortmund besonders betroffen.
Die Arbeitslosenquote liegt mit 25 Prozent etwa doppelt so hoch wie im
gesamtstädtischen Durchschnitt. Zahlreiche soziale Probleme und Benach-
teiligungen, wie beispielsweise die schlechten Beschäftigungschancen für
Menschen mit Migrationshintergrund kommen hinzu. Die FH Dortmund
möchte dieser Gruppe gezielt den Weg zum Studium erleichtern.

In einer FH Projektwerkstatt sollen Jugendlichen Projektangebote aus den
Bereichen IT, Medien, Technik, Design/Gestaltung, Kommunikation oder
Soziales gemacht werden. In einer Kooperation mit dem Regionalen Bil-
dungsbüro der Stadt Dortmund will die FH Beratungen durch studentische
Studienberater direkt an den Schulen anbieten. Eine entsprechende Ver-
zahnung von Studienberatung mit der FH Projektwerkstatt soll zu Synergien
führen. Externe Mentoren aus Unternehmen, Institutionen und öffentlichem
Sektor unterstützen dabei die studentischen Projektbetreuer und Studien-
berater. Elternarbeit in Form von Elternseminaren soll den Zugang zur
jeweiligen Community erleichtern.

In einem zweiten Teilprojekt sollen für die zahlreichen leerstehenden
Wohnungen, Ladenlokale und handwerklich genutzten Räumlichkeiten
Nutzungskonzepte im Sinne einer nachhaltigen Stadtteilentwicklung er-
stellt werden. Leerräume sollen von Kreativen aus der Hochschule als
Ausstellungsräume, Ateliers und Büroräume genutzt werden. In Koopera-
tion mit der Dortmunder Wirtschaftsförderung wird die FH hier entspre-
chende Vermittlungsarbeit leisten und als Schnittstelle zwischen Hochschule,
künstlerisch Tätigen, Verwaltung, Quartiersmanagern und Wohnungsge-
sellschaften fungieren.

Die beiden Teilprojekte werden einer jährlichen Evaluation unterzogen
und während des Projektverlaufs angepasst und optimiert. Die Fachhoch-
schule wird nun mit 190.000 Euro gefördert.

Delegation der FH Dortmund im Finale des Wettbewerbs "Mehr als Forschung und Lehre"

Delegation der FH Dortmund im Wettbewerbsfinale

Prof. Dr. Wilhelm Schwick (Rektor), Gerd Erdmann-Wittmaack (Prorektor für
Hochschulmarketing und Regionale Einbindung) und Joachim Beyer (Leiter
Kooperationsstelle Arbeit und Region als Projektpartner) (v.li.)

Foto Steffen Weigelt/Stiftung Mercator


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