Universität Duisburg-Essen:
Engagement für die Region
Kurzbeschreibung des im Wettbewerb „Mehr als Forschung
und Lehre!“ prämierten Konzepts
Gemeinsam mit zivilgesellschaftlichen Akteuren hat die Universität Duisburg-
Essen eine aktive Campus-Community-Partnerschaft gebildet, die Verantwor-
tung für die von Diversität und Strukturwandel geprägte Region übernimmt.
In dem Projekt "Regio-ELF" (Engagement in Lehre und Forschung) wollen sie
ihre Kompetenzen bündeln und neue Ideen für eine nachhaltige Entwicklung
der Region erarbeiten. Diese setzt die Universität auf Basis der Konzepte des
service learning und community based research in Lehrveranstaltungen und
Forschungsvorhaben um. Auf diese Weise sollen Studierende und Hochschul-
angehörige zu einem verantwortungsvollen und nachhaltigen Handeln moti-
viert werden.
Für die Universität Duisburg-Essen ist es von besonderer Bedeutung, als Ruhr-
gebietsuniversität Strukturwandel, Zuwanderung und Vielfalt gerecht zu wer-
den und zur erfolgreichen Integration unterschiedlicher Menschen beizutragen.
Diversity Management ist gleichermaßen für die Region und die Universität ein
bedeutendes Thema. Mit "Regio-ELF" will die Universität den Dialog mit Ver-
tretern der Zivilgesellschaft nachhaltig weiterentwickeln, um gemeinsam Ver-
antwortung für die Region und ihre demografischen, ökologischen, bildungs-
soziologischen und wirtschaftlichen Herausforderungen zu übernehmen.
An der Hochschule werden Lehrveranstaltungen und Forschungsvorhaben an-
geboten, die ganz konkret auf die Region, ihre Bewohner und Herausforderun-
gen zugeschnitten sind. Im Rahmen dessen sollen mit Schulen und Bildungs-
trägern, mit Politik, Verwaltung und den Bürgern neue Konzepte zur Teilhabe
an Bildung entstehen.
Die Universität Duisburg-Essen wird kooperativ mit diesen Akteuren geeignete
Maßnahmen entwickeln und in Lehrangebote umsetzen. Darüber hinaus wer-
den gemeinschaftlich zentrale Forschungs- und Entwicklungsfragestellungen
für die regionale Entwicklung erarbeitet. Zivilgesellschaft soll so nicht nur als
Bezugspunkt der Forschung dienen, sondern aktiv in den Prozess der Entwick-
lung der Fragestellung bis hin zur Interpretation der Ergebnisse eingebunden
werden.
Mit "Regio-ELF" soll ein kontinuierlicher Dialog mit der Gesellschaft entwickelt
werden, in dem Akteure und Entscheider regelmäßig zusammenkommen.
Das Herzstück des Programms ist ein interdisziplinärer Ideenentwicklungs-
prozess auf der Basis des renommierten "Design Thinking"-Prozesses, der
gewährleistet, dass innovative, fundierte Ideen zur Förderung der Region
systematisch entwickelt, umgesetzt und evaluiert werden können.
Die Universität Duisburg-Essen wird nun mit 190.000 Euro gefördert.

Die Delegation der Universität Duisburg-Essen im Wettbewerbsfinale
Prof. Dr. Ulrich Radtke (Rektor), Prof. Dr. Wolfgang Stark (Projektleiter),
Prof. Dr. Ute Klammer (Prorektorin für Diversity Management), Oliver Kern
(Geschäftsführer VKJ Verein für Kinder- und Jugendarbeit in sozialen Brenn-
punkten Ruhrgebiet e.V. als Projektpartner) und die Studierenden Annika
Hense und Mahmut Delice (v.li.)
Foto: Steffen Weigelt/Stiftung Mercator
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Prof. Dr. Wolfgang Stark
Projektleiter
Universität Duisburg-Essen
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