Nachhaltige Hochschulstrategien
für mehr MINT-Absolventen

Der Stifterverband und die Heinz Nixdorf Stiftung wollen die

Hochschulen bei der Entwicklung und Umsetzung ihrer Strategien

für mehr MINT-Absolventen unterstützen und haben deshalb ein

gemeinsames Förderprogramm aufgelegt.


Absolventen der sogenannten MINT-Fächer (Mathematik, Informatik, Natur-
und Technikwissenschaften) werden in Zukunft besonders gefragt sein.
Die wesentlichen Gründe dafür sind ein wirtschaftlicher Strukturwandel hin
zu einer forschungs- und wissensintensiven Gesellschaft und ein durch den
demografischen Wandel bedingter hoher Ersatzbedarf für die in den Ruhe-
stand gehende Generation von MINT-Fachkräften.

Während der Bedarf von MINT-Absolventen langfristig wächst, steigt die Zahl
von MINT-Absolventen kaum, ihr Anteil an allen Studienabsolventen hat sogar
in den vergangenen zehn Jahren abgenommen. Unabhängig von konjunkturellen Entwicklungen droht deshalb in den kommenden Jahren eine strukturelle Fachkräftelücke in diesem Bereich. Fehlender Nachwuchs in den MINT-Fächern kann sich jedoch nachteilig auf Wissenschaft und Wirtschaft auswirken. Denn Absolventen dieser Fächer tragen in Deutschland besonders stark zu Forschung und Innovation bei.

Die Hochschulen sind deshalb gefordert, die MINT-Nachwuchsförderung mehr denn je zu einer vorrangigen Aufgabe zu machen. Eine wachsende Attraktivität der MINT-Studienfächer – für inländische und ausländische Studienkandidaten – und eine Reduktion der hohen Abbruchquoten in den MINT-Fächern können Elemente einer Hochschulstrategie für mehr MINT-Absolventen sein. Erfolg-
versprechende Strategien berücksichtigen dabei Gemeinsamkeiten und fächerspezifische Unterschiede – etwa bei Studienmotivation und Arbeits-
marktchancen – zwischen den mathematischen, naturwissenschaftlichen
und den technischen Studiengängen und deren Studierenden.

Aktuelles zum Hochschulwettbewerb

61 Hochschulen haben sich beworben. Die Jury hat zwölf von ihnen für die Finalrunde ausgewählt:

  • Hochschule Coburg
  • Hochschule Bremerhaven
  • Universität Stuttgart
  • Hochschule Zittau/Görlitz
  • Christian-Albrechts Universität zu Kiel
  • Fachhochschule Düsseldorf
  • Fachhochschule Gelsenkirchen
  • Ruhr-Universität Bochum
  • Technische Universität Berlin
  • Universität des Saarlandes
  • ein Gemeinschaftsantrag der Hamburger Hochschulen
  • Technische Universität München

Gefördert werden bis zu sechs Hochschulen mit jeweils maximal 300.000 Euro. Die Förderung erfolgt in den Jahren 2010 und 2011.

Link (mit stifterblauem Hintergrund)Pressemitteilung zum Vorentscheid

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Dr. Pascal Hetze

Pascal Hetze

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