Qualitätsmanagement an der Universität Mainz
Ziel der Weiterentwicklung des Qualitätsmanagements an der Johannes
Gutenberg-Universität Mainz ist es, die bestehenden Arbeitsbereiche und
Instrumentarien der Qualitätssicherung an deren Schnittstellen zu optimieren
und aufeinander abzustimmen.
Aus dem Zwischenbericht des Projekts für den Zeitraum Januar 2008 bis Januar 2009 (Download in der rechten Spalte): Was hat die Hochschule bisher von ihrem Projekt umgesetzt? Welche Ergebnisse wurden bisher erzielt?
Qualitätsmanagement wird als Spannungsfeld zwischen Hochschulsteuerung und Qualitätssicherung verstanden, wobei das komplexe Verhältnis zwischen Steuerung und Qualitätssicherung angemessen definiert und strukturell verankert werden soll. Beabsichtigt wird vor allem, das Qualitätsmanagement an den Schnittstellen zwischen zentralen und dezentralen Qualitätssicherungselementen zu verbessern.
Die Weiterentwicklung des Qualitätsmanagements bezieht sich zusammenfassend auf drei Bereiche.
Optimierung bereits vorhandener und Entwicklung ergänzender
Qualitätssicherungsinstrumente
- Ein Gesamtkonzept, welches Instrumente und deren systematische Koppelung beinhaltet, soll mit dem Ziel entwickelt werden, (Re-)Akkreditierung, Evaluation und Hochschulentwicklung angemessen aufeinander zu beziehen.
- Hierzu werden vorhandene Instrumente weiterentwickelt. Der bestehende Absolventenfragebogen soll um relevante Daten der Rezertifizierung ergänzt werden. Für kleine Fächer wird ein zusätzlicher Absolventenfragebogen entworfen und die Lehrveranstaltungsbefragung wird um relevante Daten für die Rezertifizierung erweitert. Als ergänzende Qualitätssicherungsinstrumente sollen Studienanfängerbefragungen und ein Instrument zur Ermittlung der studentischen Arbeitsbelastung (Workload) für alle Fachbereiche konzipiert werden.
- Zudem wird ein Design zur Studienverlaufsanalyse entworfen.
- Das Wissensmanagement (DataWarehouse) soll anhand der Definition von für die Reakkreditierung relevanten Kennzahlen und Indikatoren auf unterschiedlichen Steuerungsebenen weiter entwickelt werden.
Übertragung zentraler Qualitätssicherungsprozesse auf die
dezentrale Ebene und Definition weiterer Prozesse
- Prozessdefinitionen werden auf Fachbereichsverwaltungen übertragen, und Prozessanalysen finden in ausgewählten Fachbereichen statt.
- Kernprozesse an der Universität wie Berufungsverfahren, Promotionsverfahren, Habilitationsverfahren, Antragstellung von Forschungsprojekten und die Einrichtung von Studiengängen werden mit jeweiligen Verantwortlichkeiten definiert.
- EDV-gestützte Prozesshandbücher sollen zur Verfügung gestellt werden.
Bessere Kopplung der einzelnen Qualitätssicherungs- und
Steuerungsinstrumente
- Die Bereiche Hochschulplanung und Controlling werden zusammengeführt.
- Ein Forum "Qualitätsmanagement" soll eingerichtet werden.
- Weiterbildungsangebote für Fächer und Fachbereiche werden entwickelt.
- Eine Koordinierungsstelle auf der Ebene der Hochschulleitung wird zur besseren Vernetzung der Steuerungsprozesse mit Qualitätssicherungsprozessen eingerichtet.
Zusätzlich ist eine externe Workshopreihe mit Unternehmen unter dem Motto "Steuerung und Qualitätssicherung in Wirtschaft und Wissenschaft" geplant. Dafür sind insgesamt fünf Termine mit unterschiedlichen Schwerpunkten vorgesehen. Im Mittelpunkt dieser Workshopreihe steht der wechselseitige Austausch von Modellen und Erfahrungen auf unterschiedlichen Ebenen der Steuerung und Qualitätssicherung in komplexen Organisationen.
Aktuelles
Die Konferenz "Qualitätsmanagement an Hochschulen" am 26. November 2010
wird sich in Workshops und Vorträgen u.a. den folgenden Themen widmen:
- Wie definiere ich Qualität?
- Voraussetzungen für nachhaltige Qualitätsentwicklung
- Mit Change Management zum Qualitätsmanagement
- Das Zusammenspiel von Strategie und Qualitätsmanagement
- Qualitätsmanagement und besondere Anforderungen von Musikhochschulen
- Qualitätssicherung – der niederländische Weg
- Quality Audits statt Akkreditierung?
Tagungsort: Umweltforum Berlin
Weitere Details werden noch bekanntgegeben.
Die Workshopreihe "Steuerung und Qualitätssicherung in Wirtschaft und
Wissenschaft" an der Universität Mainz endete am 26. April 2010 mit einer
Ergebnispräsentation und der Vorstellung des Anschlussprojektes.
Ergebnisse der Workshopreihe (PDF-Downloads):
Präsentation der Ergebnisse
Empfehlungen für die Praxis des Qualitätsmanagements in Wirtschaft
und Wissenschaft
Folgeprojekt: Konzeptskizze eines Programms für Nachwuchsführungskräfte
Konzept einer Workshopreihe zu Steuerung und Qualitätssicherung in
Wirtschaft und Wissenschaft
Pilothochschulen
Hochschulen, die der Stifterverband
und die Heinz Nixdorf Stiftung für
das Programm Qualitätsmanagement
an Hochschulen ausgewählt haben.
Das Qualitätsmanagement-Projekt
in Mainz wird mit 300.000 Euro
gefördert. Die Förderphase läuft
noch bis 2010.
Ansprechpartner:
Dr. Uwe Schmidt
Leiter des Zentrums für Qualitäts-
sicherung und -entwicklung
Universität Mainz
Forum Universitatis 2
55099 Mainz
T: (06131) 39-20 731
E-Mail senden
Hochschulpartner Boehringer Ingelheim GmbH CSC Deutschland Solutions GmbH Deutsche Gesellschaft für Qualität e.V. GELITA AG Infineon Technologies AG Ernst Klett Aktiengesellschaft Kolbenschmidt Pierburg AG KSB Aktiengesellschaft Mainzer Volksbank eG Torkret AG iBS Innovative Banking Solutions AG Sanofi-Aventis Deutschland GmbH Norbert Hofstetter |
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