Platzstiften an der Humboldt-Universität zu Berlin

Die Hochschulperle des Monats Februar 2010


Hochschulperle (Logo)Die Studierenden der
Wirtschaftswissenschaft-
lichen Fakultät der Humboldt-Universität bitten, Platz zu nehmen. Der StudentenRat wirbt durch die Eigeninitiative "platzstiften" um Förderer. Zurzeit wird der Hörsaal "201" zu einem der modernsten und ansprechendsten Vorlesungssäle Deutschlands umgebaut. Bis zum Wintersemester 2010/2011 wird er vollständig saniert und auf den technisch neuesten Stand gebracht. Gesucht sind Studierende, Alumni, Freunde der Hochschule und Unternehmen, die einen Sitzplatz oder gleich eine ganze Reihe stiften möchten – und damit auch langfristig in die Lehre an der Humboldt-Universität investieren.

Platzstiften ist eine innovative und identitätsstiftende Aktion zur Verbesserung der Arbeits- und Studienbedingungen an der Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät der Humboldt-Universität. Durch diese einzigartige Initiative kommt die Wirtschaftswissenschaftliche Fakultät ihrem Ziel näher, ihren Studierenden eine attraktive Ausbildung auf hohem Niveau zu ermöglichen.

Der Erlös des Projektes wird verwendet, um ...

  • Tutorien zu schaffen und so die bestehenden Übungsgruppen zu verkleinern,
  • zusätzliche Projekttutorien zu finanzieren, in denen die Studierenden selbstständig wissenschaftliche Fragen diskutieren und Praxisprojekte entwickeln können,
  • eine für die Lehre angemessene Infrastruktur an der Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät zu unterstützen.


Der StudentenRat e.V. wurde 1999 gegründet. Studierende, Mitarbeiter und Alumni zählen zu den Mitgliedern. Der Verein initiiert und begleitet Projekte zum Vorteil der Fakultät und ihrer Mitglieder.

Link (mit stifterblauem Hintergrund)Mehr Informationen auf www.platzstiften.de
Link (mit stifterblauem Hintergrund)Die platzstiften-Seite auf Facebook
Link (mit stifterblauem Hintergrund)Reportage in der Berliner Zeitung vom 16. Februar 2010

A. Rogge schrieb am 2010-02-10 10:20:11

Die Aktion ist schon von Profis aufgezogen. Aber muß man nicht auch hinterfragen, warum Förderer von privater Seite gesucht werden. Weil der Staat sich aus seiner Verantwortung schleicht. Jetzt macht die HU aus der Not eine Tugend. Soll das ein Vorbild sein?

Frank Stäudner schrieb am 2010-02-16 16:13:55

Es stimmt: Die Länder, Berlin vorneweg, kommen ihren Pflichten gegenüber den Hochschulen seit Jahren nur unzureichend nach. Aber sollten sich deshalb die Leute an der Humboldt-Uni in Selbstmitleid suhlen und die Hände in den Schoß legen? Zudem: Selbst wenn die HU auskömmliche Finanzen hätte, wäre Platzstiften immer noch eine tolle Idee. Denn die Einnahmen erweitern den Spielraum der Hochschule. Die Bindung von Absolventen und befreundeten Unternehmen an die Hochschule wird gestärkt. Insofern: Ja! Platzstiften ist ein Vorbild. Private Stifter und Spender sollten aber darauf achten, nicht Lückenbüßer für staatliches Versagen zu sein.

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