Ars legendi-Preis für
exzellente Hochschullehre

Der Stifterverband und die Hochschulrektorenkonferenz (HRK) loben den mit 50.000 Euro dotierten "Ars legendi-Preis für exzellente Hochschullehre" aus.


Die Auszeichnung soll die besondere Bedeutung der Hochschullehre für die Ausbildung des akademischen Nachwuchses sichtbar machen und einen karrierewirksamen Anreiz schaffen, sich in der Hochschullehre zu engagieren und sie über den eigenen Wirkungsbereich hinaus zu fördern. Gleichzeitig soll die Qualität der Lehre als ein zentrales Gütekriterium für Hochschulen etabliert und als strategisches Ziel des Qualitätsmanagements der Hochschulen profiliert werden.

Der Preis wurde bis 2012 in jährlich wechselnden Disziplinen bzw. Fächergruppen verliehen. Mit dem Ars legendi-Preis 2013 wurde dann ein neues Konzept verfolgt: Statt einer Disziplin/Fächergruppe bildet künftig eine spezifische Lehrsituation den Fokus der Ausschreibung.


Preisräger 2015:

Jürgen Handke


Jürgen Handke In diesem Jahr wird die Auszeichnung an einen Wissenschaftler für herausragende und innovative Leistungen im Bereich des Digitalen Lehrens und Lernens verliehen. Den Preis erhält der Anglistikprofessor Jürgen Handke von der Philipps-Universität Marburg. Er gilt als einer der Vorreiter der digitalen Lehre in den Geisteswissenschaften.

Jürgen Handke gelingt, so die Wertung der Jury, eine umfangreiche Digitalisierung der Hochschullehre bei gleichzeitiger sehr guter Nutzung der Möglichkeiten der Präsenzlehre. Er wendet das Konzept des "Inverted Classroom" gewinnbringend an und nutzt erfolgreich digitale Prüfmethoden. Dabei ist sein Lehrkonzept sorgfältig ausgearbeitet und sowohl für Bachelor-/Master- als auch Lehramtsstudierende der Anglistik/Amerikanistik passgenau. Darüber hinaus engagiert sich Handke seit vielen Jahren für die Verbesserung der Lehre an der Universität Marburg und dafür, die Möglichkeiten der Digitalisierung besser zu nutzen. 2013 ist er bereits mit dem Hessischen Exzellenzpreis in der Hochschullehre ausgezeichnet worden.





Handke (Jahrgang 1954) ist seit 1991 Professor an der Philipps-Universität Marburg. Zu den Meilensteinen seiner akademischen Tätigkeit zählt der Aufbau des Virtual Linguistics Campus (2001). Seit 2006 setzt er das "Inverted Classroom"-Modell flächendeckend ein. 2013 hat er den ersten MOOC an einer hessischen Hochschule angeboten. Im darauffolgenden Jahr hat er MOOCs und das "Inverted Classroom Mastery Model" zum IMOCC kombiniert.

Jürgen Handke auf der Website der Universität Marburg


Der Ars legendi-Preis wird am 29. Oktober 2015 im Rahmen der Konferenz "Smart Teaching – Better Learning" in Berlin offiziell übergeben.

Mehr Info zur Konferenz

 

Die Preisträger der zurückliegenden Jahre


2014: Forschendes Lernen

Prof. Dr. Martin Blum (Universität Hohenheim)
Prof. Dr. Daniela Elsner (Goethe-Universität in Frankfurt am Main)



2013: Studieneingangsphase

Prof. Dr. Manfred Hampe (TU Darmstadt)
Prof. Dr. Stephan Lorenz (LMU München)



2012: Sozialwissenschaften

Prof. Dr. Nina Kölsch-Bunzen (Hochschule Esslingen)
Dr. Malte Persike (Universität Mainz)



2011: Mathematik und Naturwissenschaften

Prof. Dr. Jürgen Richter-Gebert (TU München)


2010: Geisteswissenschaften

Prof. Dr. Walter Grünzweig (TU Dortmund)


2009: Ingenieurwissenschaften und Informatik

Prof. Dr. Oliver Vornberger (Universität Osnabrück)


2008: Wirtschaftswissenschaften

Prof. Dr. Michael Vogel (Hochschule Bremerhaven)
Prof. Dr. Joachim Winter (Ludwig-Maximilians-Universität, München)



2007: Jura

Prof. Dr. Rolf Sethe (Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg)


2006: Medizin

PD Dr. Sigrid Harendza (Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf)
Prof. Dr. Reinhard Putz (Ludwig-Maximilians-Universität, München)


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Dominique M. Ostrop

Dominique M. Ostrop

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